Durchgangsheime

Wer in die Fänge sozialistischer Umerziehung geriet, kam nicht selten zunächst in ein Durchgangsheim. Von Durchgang im wortwörtlichen Sinn konnte allerdings keine Rede sein. Die so genannten D-Heime verfügten nach Berichten Betroffener über Mauern, Gitter und zellenähnliche Unterkünfte.

Im Durchgangsheim verblieb ein Insasse so lange, bis er in eines der zahlreichen Spezialheime überstellt wurde.

Jene unterteilten sich in zwei Gruppen: Kinder kamen in Spezialkinderheime, so genannt, um sie gegen „normale“ Kinderheime abzugrenzen. Jugendliche hingegen wurden in die Jugendwerkhöfe überstellt.

Quelle: suite101