Heimerziehung DDR

Für die Einrichtung der Heime bildeten die Befehle der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) die gesetzlichen Grundlagen. Nach der Jugendhilfereform wurde in der DDR ab April 1965 offiziell zwischen Normalheimen und Spezialheimen unterschieden. Sie unterstanden dem Ministerium für Volksbildung und seinen nachgeordneten Organen.

Normalheime dienten der Erziehung elternloser und entwicklungsgefährdeter Kinder. Dazu gehörten:

  •  Vorschulheime
  • Kinderheime
  • Hilfsschulheime
  • Jugendwohnheime und
  • Jugendwohnheime für Hilfsschulabgänger

Eine Sonderstellung unter den Normalheimen nahmen die Dauerheime für Säuglinge und Kleinstkinder in der DDR ein. Neben elternlosen Kindern wurden auch gesunde Säuglinge und Kleinstkinder im Alter von wenigen Wochen bis zum 3. Lebensjahr aufgenommen und ständig untergebracht, deren Mütter alleinerziehend waren oder deren Eltern in Schichtsystemen arbeiteten. Die Dauerheime für Säuglinge und Kleinstkinder wurden im Zuge der deutschen Wiedervereinigung aufgelöst oder in Kinderheime sowie andere soziale Einrichtungen umgewandelt.

Spezialheime
Spezialkinderheime Oberschule zur Umerziehung schwererziehbarer Schüler der Klassenstufen 1–10 der POS
Spezialkinderheime Hilfsschule zur Umerziehung schwererziehbarer Hilfsschüler
Jugendwerkhöfe für Abgänger der POS zur Umerziehung schwererziehbarer Jugendlicher
Jugendwerkhöfe für Abgänger der Hilfsschule zur Umerziehung schwererziehbarer Jugendlicher

Sonderheime
Kombinat der Sonderheime für Psychodiagnostik und pädagogisch-psychologische Therapie zur Umerziehung stark verhaltensgestörter Kinder und Jugendlicher.

Disziplinareinrichtung
Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau

Quelle: Wikipedia.de