Lösung in Aussicht?

Im Osten fehlen 200 Millionen Euro

Dem Fonds Heimkinder Ost fehlen rund 200 Millionen Euro, um die Hilfsansprüche ehemaliger Heimkinder zu decken. Nun soll dieser entsprechend aufgestockt werden. Dies teilte Caren Marks (SPD), Parlamentarische Staatssekretärin im Familienministerium, am Mittwoch vor dem Familienausschuss mit.

BERLIN – Demnach stünden bereits heute 10.000 betroffene Menschen auf den Wartelisten, mit denen derzeit keine Vereinbarungen über Hilfen abgeschlossen worden könnten. In den Bundesländern bestünden Wartezeiten von bis zu anderthalb Jahren auf ein Beratungsgespräch.

200 Millionen Euro bis 2017
Marks kündigte an, dass die Bundesregierung gemäß Koalitionsvereinbarung den Fonds aufzustocken will. Auf den Bund kämen somit Mehrausgaben von rund 100 Millionen bis zum Jahr 2017 zu, da der Fonds zu jeweils 50 Prozent von Bund und Bundesländern getragen wird. Die derzeit mit den Ländern geführten Verhandlungen sollten möglichst schnell zu einem erfolgreichen Ende geführt werden sollen. Einen konkreten Zeithorizont konnte Marks jedoch nicht nennen.

Quelle: Wohlfahrt intern.de