Resilienzforschung

Resilienz ist die Fähigkeit, mit Problemen und Traumata umzugehen und sie zu bewältigen. Die Resilienzforschung gibt wertvolle Hinweise darauf, wie die Resilienz traumatisierter, geschädigter und belasteter Kinder gestärkt werden kann.

Mit anderen Worten: wie erzieherische Arbeit im Allgemeinen, die Pflege in Pflegefamilien im Besonderen therapeutisch wirken kann. Prof. Fthenakis hat in einem Folienvortrag (der Text enthält die Folientexte) die Grundzüge der Resilienzforschung dargestellt.

Unter Resilienz versteht man die Fähigkeit(en) von Individuen oder Systemen (z.B. Familie), erfolgreich mit belastenden Situationen (z.B. Misserfolgen, Unglücken, Notsituationen, traumatischen Erfahrungen, Risikosituationen u.ä.) umzugehen.

Resilienz muss nicht alle Verhaltens- und Erlebensbereiche eines Kindes betreffen. Ein Kind kann z.B. hervorragende Leistungen in der Schule vorweisen, jedoch starke Schwierigkeiten und Defizite in seiner sozialen Entwicklung aufweisen. Dieser Punkt betrifft auch Faktoren der Umwelt.

Eine hohe Erwartungshaltung der Eltern und deren Strukturvorgaben können den Schulerfolg des Kindes beeinflussen und diesem eventuell als Schutzfaktor dienen. Dagegen wird die Wärme und die emotionale Unterstützung, welche die Eltern ihrem Kind zukommen lassen, stärker Einfluss nehmen auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen (z.B. Hilfeverhalten, Perspektivenübernahme u.ä.).

Quelle und weitere Informationen unter  Fachzentrum Pflegekinderwesen Sachsen Anhalt