Wochenkrippenkinder

Viele DDR-Kinder verbrachten ihre Kindheit in Wochenkrippen, mit oft weitreichenden Folgen. Forschungsergebnisse, die auf die Nachteile für die Entwicklung der Kinder hinwiesen, unterdrückte die DDR. Heute arbeiten Betroffene und Forscher die Folgen auf.

Wochenkrippen-Kinder. Die meisten von ihnen dürften heute zwischen 40 und 60 Jahre alt sein. Wie viele es genau gewesen sind? Niemand weiß es. Denn bislang gibt es kaum Untersuchungen zu diesem Thema. Eigene Hochrechnungen zeigen jedoch, dass auf dem Gebiet der ehemaligen DDR zwischen 1949 und 1989 Hunderttausende von Säuglingen und Kleinstkindern werktags in Heimen betreut wurden.

Die DDR in den 50er-Jahren: Der Aufbau der sozialistischen Gesellschaft hat begonnen. Es gilt die Sechs-Tage-Woche, auch für Mütter. Artikel 7 der noch jungen Verfassung lautet: „Mann und Frau sind gleichberechtigt. Alle Gesetze und Bestimmungen, die der Gleichberechtigung der Frau entgegenstehen, sind aufgehoben“. Doch die Gleichberechtigung gilt nur für Frauen und nur am Arbeitsplatz. Die Frage, wer sich um die Kinder kümmert, trifft besonders alleinerziehende Mütter.

Quelle: Deutschlandradio