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2 Jahren ago

204 words

Die derzeitigen Vorschläge für ein Hilfesystem für Menschen, die als Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. in stationären psychiatrischen Einrichtungen Unrecht und Leid erfahren haben, wird von vielen Betroffenen immer noch als krasse Ungleichbehandlung kritisiert.

Die Arbeitsgemeinschaft ehemaliger Heimkinder Deutschlands (AeHD), die sich seit langem und mit stetig schwindender Geduld für die längst überfälligen Hilfen einsetzt, kritisiert vor allem die massiven Unterschiede bei der Anerkennung von Rentenzahlungen.

Das Bündnis begrüßt zwar, dass laut eines Beschlusses der Arbeits- und Sozialministerkonferenz Rentenersatzleistungen für Betroffene gezahlt werden sollen, soweit von den Einrichtungsträgern keine Sozialversicherungsbeiträge für sozialversicherungspflichtiges Arbeiten der Betroffenen gezahlt worden ist. Allerdings sind die Betroffenen enttäuscht, dass die Pauschalen niedriger sind als die durchschnittlich gezahlten Rentenersatzleistungen, die aus den Fonds Heimerziehung für Rentenersatzleistungen gezahlt wurden.

Hier ist der Unterschied in der geplanten Leistungsgewährung gegenüber dem Fonds Heimerziehung, wo für nicht gezahlte Sozialversicherungsbeiträge pro gearbeiteten Monat 300 Euro Rentenersatzleistungen gezahlt werden, krass. Die derzeit geplanten 2.000 bzw. 5.000 Euro als Maximalbetrag sei ein herber Schlag für die Betroffenen aus den Einrichtungen der Behindertenhilfe und aus den Psychiatrien.

Quelle: Kobinet